Corona

Gestern, am 2. April 2020 haben die Behörden der Stadt Luzern alle Parkbänkchen am See abmontiert, weil die Leute zu nahe beisammen sitzen. Ab morgen werden 90% des Seeufers für Spaziergänger gesperrt. Nun fühle ich mich doch bemüssigt, etwas zur Hysterie zu sagen, um vielleicht ein paar meiner wenigen Leser mit dem Vernunft-Virus zu infizieren. Die Wahrscheinlichkeit, sich beim Spazieren am See anzustecken, ist nämlich etwa gleich hoch, wie davon schwanger zu werden. Es sei denn ein Infizierter niest einem direkt ins Gesicht.

Heute, am 3. April 2020 habe ich folgende Daten zusammengetragen:

Corona Fallzahlen aktuell Deutschland
84’000 Infizierte
1100 Todesfälle
22’000 Genesene

Nachtrag 6. Mai 2020. Herr Wieler vom RKI hat gestern bekannt gegeben, dass 2.4 Millionen Tests gemacht wurden, wovon 7.2% positiv waren (stimmt nicht ganz, es waren 6.8%). Nimmt man die aktuellen Fallzahlen von 163’000, haben sich die Fälle damit innerhalb eines ganzen Monats gerade einmal fast verdoppelt. Dies, obwohl auf Teufel komm raus getestet wird, um auch genug positive Fälle zu finden. Welche gestern gerade mal 685 auf vermutlich etwa 100’000 Tests waren. Das hindert Herrn Wieler aber nicht, vor einer zweiten Welle zu warnen, die mit grosser Sicherheit kommen wird.

Zum Vergleich:

Grippewelle Deutschland 2017/18
9 Millionen Arztbesuche
270’000 labortechnisch bestätigte Erkrankungen (2016/17 waren es 100’000)
25’100 Tote (2016/17: 22’900 Tote)
Nur jeder Zehnte geimpft, über 60 jeder Dritte.
Bei den Toten handelt es sich um die so genannte Übersterblichkeit im Zusammenhang mit der Influenza. Also genau wie bei der Zählung der Corona-Toten. Bei den Zahlen handelt es sich um eine konservative Schätzung.

Die Deutung dieser Daten überlasse ich Ihnen. Als Hilfe ein kleiner Fragebogen, gilt nur für Deutschland. Bitte richtige Aussagen ankreuzen.

__ a) Das Todesfall-Risiko bei Corona-Infizierten beträgt etwa 1:80
__ b) Das Todesfall-Risiko bei Grippe-Infizierten beträgt etwa 1:11
__ c) b) stimmt nicht. 2018 wurde eben siebenmal weniger getestet.
__ d) Das Todesfall-Risiko bei Grippe-Infizierten beträgt etwa 1:80
__ e) d) ist richtig. 2017/18 gab es somit etwa 2 Millionen Infizierte.
__ f) e) ist richtig. Es gab keinerlei präventive Massnahmen.

Zu f) kann ich mich erinnern, dass Schulen geschlossen wurden und es Zelte zur Behandlung Infizierter brauchte.

Was das Todesfallrisiko betrifft, ist es in Deutschland natürlich nicht tiefer als anderswo. Die Deutschen testen einfach viel mehr, und 1:80 ist wahrscheinlich realistisch, wie bei einer gewöhnlichen Grippe. (Nachtrag dazu, 27. April 2020. Die Sterblichkeit bei Influenza und Covid-19 liegt bei etwa 1-2 Promille, siehe Fakten zu Covid-19 . Ich lag bei meiner Schätzung offenbar um ein zehnfaches zu hoch, bei den Grippe-Infizierten daher um ein 10-faches zu niedrig. Was eigentlich nur zeigt, wie wenig man sogenannt offiziellen Zahlen trauen kann (und nebenbei, wie langsam ich lerne). Dort wurden, und werden immer noch Mortalitätsraten im Prozentbereich postuliert) (Nachtrag 8. Mai 2020. Offenbar wären 20 Millionen Influenza-Fälle korrekt, das scheint mir Pi mal Daumen doch ein bisschen viel, wird aber plausibel, wenn man bedenkt, dass bei 2.4 Millionen Corona-Tests gerade mal 163’000 Infizierte herauskamen. Das ist immer noch weit entfernt von den 270’000 Influenza-Positiven 2018, wo jedenfalls um ein Mehrfaches weniger getestet wurde, und daher die Dunkelziffer erheblich grösser sein müsste. Auch, dass 9 Millionen zum Arzt gingen, könnte ein Indiz sein) Umgekehrt werden in Italien nur Leute getestet, die auch Symptome haben, daher dürfte es dort viel mehr Infizierte haben als ihre Statistik angibt, aber auch viel mehr Immune. Die Immunität soll, so scheint es, genau das Problem sein. Bei einem neuen Virus ist niemand immun, bei einer Grippe meist schon welche. Aber die Grippe, die Deutschland vor 2 Jahren erwischt hat, war ja auch eine neue Mutation und hat sich ungebremst verbreitet. Deshalb die Frage: Ist der ganze Irrsinn wirklich gerechtfertigt?

Zurzeit besuche ich regelmässig die Webcam Tokyo Shibuya 109. Dort gibt es Leute live zu sehen. Japan hat nur die Schulen geschlossen, sonst (fast) nichts. Die ‚Experten‘ warnen vor einer Japanischen Katastrophe, davor, dass sich das Virus auf einmal explosionsartig ausbreitet. Das glaube ich nicht. Japaner tragen in der Grippezeit Mundschutz, was zwar nicht verhindert, sich selber anzustecken, wohl aber die Andern schützt, wenn man selber infiziert ist. Zweitens begrüssen sie sich nicht per Handschlag, sondern verbeugen sich. Und drittens sind sie sozial genug kompetent, um aus Eigenverantwortung Ansteckungen zu vermeiden, ganz ohne irrwitzige behördliche Bevormundung. (Nachtrag dazu, 25.April 2020 Wenn jemand Atemschutz tragen will, ist das seine Sache. Aber doch bitte nicht staatlich vorgeschrieben. Für den Bürger ist es unter normalen Umständen eine harmlose Massnahme, aber SO eine öffentliche Gehorsamsgeste unter dem Motto ‚ich mach ja alles was man von mir verlangt, und dies ist wenigstens nur ein kleiner absöderlicher Spahnsinn‚. Kann aber auch sein, dass das zu üblen Pöbeleien gegen Maskenverweigerer führen wird)

In Tokyos berühmten überfüllten Vorortszügen soll es zurzeit ungefähr 20-30% weniger Passagiere haben, weil die Schulen geschlossen sind, die Firmen Arbeitszeit staffeln, und wegen vermehrtem Homeoffice. Für unsere Verhältnisse sind diese Züge immer noch überfüllt, die Leute werden vielleicht nicht mehr aneinander gequetscht, stehen sich sicher aber noch auf den Füssen herum. Ganz im Gegensatz zu unseren leeren Bussen und Zügen. Wieso zum Teufel sind die Japaner nicht längst alle im Spital? Ich schätze, Europa blamiert sich gerade bis auf die Knochen. Weil für den immensen wirtschaftlichen Schaden, der gerade angerichtet wird, nicht einmal bessere Fallzahlen als in Japan herausspringen, was sich bis zum Ende der Krise auch kaum ändern wird.

Nachtrag 6. April 2020.
Gestern war Japan ein Thema in der Schweizer Tagesschau:
Es wird ein massiver Anstieg der Fallzahlen befürchtet.
Wir sind jetzt an einem kritischen Punkt, es droht ein explosiver Anstieg, warnt die Gouverneurin von Tokyo.
143 bestätigte Neuansteckungen verzeichnete die Hauptstadt in nur einem Tag. Die Kurve steigt seit Tagen rasant an, genau so wie in europäischen Ländern.
Dann warnt ein japanischer Wirtschaftsanalyst vor der wirtschaftlichen Einbusse im Falle weiterer Massnahmen.
Auf der berühmten Strassenkreuzung in Tokyos Geschäftszentrum Shibuya ist wenig los. Viele Geschäfte haben geschlossen, Japans Bevölkerung scheint den Ernst der Lage langsam zu erkennen. Genau dort gibt der Korrespondent Thomas Stalder sein Statement ab, und es ist in seinem Hintergrund gut zu erkennen wie ‚wenig los‘ ist. Das Statement ist für meine Begriffe so gut wie nichts sagend, die üblichen düsteren Prognosen belegt er auf keinerlei Art und Weise.

143 Neuansteckungen an einem Tag! Wow! Tokyo allein hat 10 Millionen Einwohner, die ganze Metropolregion 35 Millionen. Selbstverständlich steht es jedem frei, in 143 Ansteckungen einen rasanten Anstieg zu sehen und eine explosive Verbreitung zu befürchten. Nur – sollte man das auch in der Art verbreiten dürfen? In Deutschland sind es immerhin noch 5000 pro Tag, aber da spricht man bereits von einem Rückgang.

Ich halte die Sendung für primitive Angstpropaganda. Und indirekt werden damit selbstverständlich die europäischen Zwangsmassnahmen gerechtfertigt. Guter Journalismus ist das nicht.

Die aktuellen Fallzahlen sind auf Merkur.de zu finden. Deutschland hat gerade die 100’000-er Marke bei den Infizierten geknackt, und es gibt aktuell 29’000 Immune.

Zur Vertiefung des Themas empfehle ich die Seite Fakten zu Covid-19 der Swiss Propaganda Research. Ich kannte diese Organisation bisher nicht und kann ihre Botschaften daher nicht beurteilen. Die empfohlene Seite habe ich gelesen und bin mit der Berichterstattung einverstanden. Es gibt dort auch eine Propaganda-Analyse zum Schweizer Fernsehen. Ich befürchte, dass das Ergebnis meine Beobachtungen anlässlich der Tagesschau vom 5. April 2020 bestätigt.

Nachtrag 9. April 2020.
Dies wird voraussichtlich mein letzter Update zur Hirnseuche. Ein Ende des Lockdowns ist in Sicht. Hierzulande soll er noch eine Extrawoche über Ostern hinaus dauern und dann – natürlich unter aller gebotenen Vorsicht – schrittweise gelockert werden. Verständlich, man will ja trotz allem die Wirtschaft nicht vollends vor die Wand fahren.

Und ja, Japan ist eingeknickt und hat den Notstand ausgerufen. Wie scharf der gehandhabt wird, bleibt zurzeit offen. Ich hoffe immer noch auf Japanische Vergleichsdaten am Ende der Krise. Ansonsten müssten wir uns an Schweden und Weissrussland halten, welches als Schurkenstaat bekanntermassen zu den Bösen gehört und von vorneherein nicht zählt.

Hier noch die aktuellen Daten vom Münchner Merkur: 113.296 Infizierte, 2.349 Tote, 46.300 Genesene. Das ist weit entfernt von der Grippe 2018 mit (von mir hochgerechneten) 2 Millionen (oder 20 Millionen??! Meine Rechnung vom 8. Mai) Infizierten und 25 Tausend Toten. Logisch, werden Sie sagen, bei all den Massnahmen. Von staatlichen Quellen wird die Todesursache immer noch verschwiegen. Dem Vernehmen nach – ich bin es leid, das nochmal zu googeln – ist in weit über 90% der Fälle weltweit nicht das Virus die eigentliche Todesursache.

Ich selber gehöre zur Risikogruppe und leide kaum unter den Massnahmen. Das Schlimmste ist noch, dass sie mir das Tennisspielen verbieten. Auch so eine Absurdität; Wie soll ich mich bitteschön aus 10 Metern Distanz anstecken? Etwa indem ich Bälle in die Hand nehme, die mein infizierter Partner gerade eben aufgelesen hat? Eher werde ich davon schwanger, um beim obigen Vergleich zu bleiben.

Bleibt das Problem, dass sich kaum jemand angesteckt hat und somit auch kaum jemand immun ist. Wir haben somit die besten Chancen, dass das Virus nächsten Winter erneut zuschlägt. Ich rate unseren Politikern dringend, jetzt schon den nächsten Lockdown zu planen.

Am meisten Freude am Virus werden die Klimatologen haben. Zwei Monate ohne Flugverkehr und eine Luftverschmutzung wie zuletzt vor 60 Jahren.

Ich bleibe dabei, bei Covid-19 handelt es sich um eine moderate Grippe. Das Hauptproblem ist Covid-1984, staatliche Bevormundung und Überwachung in Verbindung mit Propaganda und Fake News. Die Presse lobt ihre Experten über den grünen Klee und verunglimpft Kritiker.

Dabei ist der Einzelne gar nicht von dem überzeugt, was ihm eingetrichtert wird. Er ist einfach unsicher und weiss nicht, was er glauben soll. Die Meisten meiner Bekannten halten die Massnahmen für unverhältnismässig, glauben aber, dass ‚etwas daran sein muss‘. Für sie sind massenhaft selbsternannte Experten zur Stelle, welche ihnen sagen, wie gefährlich das Virus ist, und jene verunglimpfen, die sagen, dass Covid-19 eine ganz gewöhnliche Atemwegserkrankung ist.

Ich habe selbstverständlich nicht nur diesen Beitrag geschrieben, sondern auch mit meinen Bekannten und Freunden diskutiert. Und siehe da: Niemand will Stellung nehmen. Weder für mich, noch gegen mich. Es sei denn, er oder sie hat sich die Meinung längst gebildet, und bleibt dabei. Die Allermeisten aber bleiben bei ihrer Unsicherheit und handeln gemäss der Maxime meiner Mutter: „mach, was sie dir sagen, und denk dir deinen Teil.“ Das ist im Allgemeinen eine gute Strategie, und gerade jetzt bleibt mir auch nicht viel anderes übrig.

Doch das genügt im Falle dieser Massenhysterie nicht mehr. Ich fühle mich verpflichtet, das, was ich denke, auch zu sagen. Obwohl – die Hysterie nimmt unaufhaltsam ihren Lauf, genau wie das Virus. Ebenso ist die aktuelle Hysterie neu, in den Symptomen ähnlich zur Schweinegrippe-Hysterie 2009, in ihrer Ausbreitung aber nur vergleichbar mit der Kriegseuphorie vor dem ersten Weltkrieg. Dieser Artikel könnte allenfalls helfen, Antikörper zu Covid-1984 zu bilden.

Ich kann Ihnen nur raten, Fakten zu Covid-19 zu lesen.

Nachtrag 20. April 2020.
Sorry, dass ich nochmal komme. Ich war in den letzten Tagen schlicht nicht in der Lage, etwas zum aktuellen Schachgeschehen zu schreiben, geschweige denn historische Betrachtungen anzustellen oder Computerweisheiten zu verbreiten. Ich habe mich zu sehr über den grassierenden Irrsinn aufgeregt. Der Anlass ist diesmal ein Artikel des Schweizer Tagesanzeigers von gestern mit der Überschrift „Japan zahlt den Preis für sein Zögern„. Sie wissen ja unterdessen, dass ich unsere Hysterie gerne an Japan messen würde. Allerdings ist hierzulande gerade Schweden in aller Munde, weil die ungefähr die gleiche Bevölkerungszahl und praktisch die gleichen Fallzahlen wie wir in der Schweiz haben, aber ohne Lockdown. Der Schwedische Gesundheitsminister brauchte nur zu erwähnen, „ich erwarte, dass ihr euch wie erwachsene Menschen verhaltet.“ Was für den Schweizer Bundesrat nicht zutrifft, denn der behandelt uns wie Vierjährige.

Zunächst zum angesprochenen Artikel. Er entbehrt wie üblich jeglicher Grundlage. Unterdessen fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, dies auch zu belegen, viele andere tun dies bereits. Vielmehr stelle ich fest, wie sehr Schweizerische Medien gleichgeschaltet sind. Über Ringier, NZZ, TA-Media über die BZ-Gruppe, bis zum Staatsfernsehen, alle erzählen dasselbe, schüren Angst und Panik und warnen vor der zweiten Welle, welche angeblich den sofortigen Stopp des Lockdowns verhindert. Im Falle der Zeitungsverlage betrifft mich der Einheitsbrei nicht besonders, aber im Falle des Fernsehens schon, weil ich das mitfinanziere. Die vielgepriesene „ausgewogene Berichterstattung“ ist dort nämlich den Bach herunter und die Tagesschau zur Hofberichterstattung der Herren Alain Berset und Daniel Koch degeneriert.

Ähnlich wie in Deutschland. Dort kursiert bereits die Frage, ob die Frau Merkel den Scheiss glaubt, den sie erzählt, oder ob sie ihn erzählt ohne daran zu glauben? Beides wären für sie gute Gründe, ihr Amt vorzeitig niederzulegen.

Unterdessen ist der Fall ja klar; Corona ist vergleichsweise harmlos. Seine Folgeerscheinungen sind hingegen alles andere als dies. Ich habe zwei Diktaturen von innen gesehen. Einmal die Griechische, um 1970, dann die Tschechoslowakische, um 1985.

Mit den Griechen verbinden mich viele schöne Erlebnisse. Ich war nämlich jederzeit und überall willkommen. Nicht nur wegen der sprichwörtlichen Gastfreundschaft. Die Griechen waren froh, einem Unverdächtigen (sprich: keinem potenziellen Spitzel) ihr Herz ausschütten zu können. Vor allem Frauen sprachen freimütig darüber, wie sehr sie dieses Land verabscheuten und wie sehr sie sich wünschten, in England zu leben, und – nebenbei – ihren Ehemann selber wählen zu dürfen . Dabei war es ja nicht der Staat, der solches vorschrieb, es waren schlicht die gesellschaftlichen Umstände. Aber Diktaturen haben nun einmal die Neigung, ihren Bürgern alles zu verbieten, insbesondere das kritische Denken und die Sexualität.

In Prag war es längst offensichtlich, was die Diktatur angerichtet hatte. Aber ein Ende der Misere war längst noch nicht in Sicht und man musste sich darauf einstellen, dass es noch Jahre dauern würde. Dass der idealistische Spinner Gorbatschow so bald auftauchen würde, damit konnte nun niemand rechnen. Die Akzeptanz des Systems tendierte zwar gegen Null, aber die Leute hatten sich – jeder auf seine Art – eingerichtet, und es wohl noch lange ausgehalten.

Worauf ich hinaus will, keine dieser zwei Diktaturen war so restriktiv wie die Corona-Diktatur. Ich war gerade eine Woche in Spanien, auf meiner kanarischen Lieblingsinsel La Palma . An einem schönen Sonntag – alle Sonntage sind schön, vorausgesetzt man lebt auf der richtigen Seite der Insel, welche, verrate ich nicht – hatte es einen Haufen Guardia Civil überall, der Flohmarkt in Argual fand nicht mehr statt, sie waren gerade dabei, alle Strände zu schliessen, dann musste man zu Hause bleiben und durfte nur noch zum Einkaufen raus. Die Pauschaltouristen wurden in den Zimmern eingesperrt, kein Pool, kein Frühstücksbuffet, keine Ausflüge, nichts. Wir hatten es besser, eine ganze Anlage für uns allein mit Häuschen, Pool, Terrasse und Grill. Die Nachbarn waren nach Österreich in die Quarantäne geflohen. Im Auto auf der Strasse wurden wir ständig angehalten, und mussten einen triftigen Grund angeben, weshalb wir unterwegs waren. Und wenn wir zu zweit unterwegs waren, musste eine hinten rechts sitzen. Einmal wurden wir von der Guardia Civil (mit Maske, bewaffnet) von einem ansonsten völlig leeren Mirador (Aussichtspunkt) verscheucht. Die Polizei passte Wanderer und Biker ab, um sie zu büssen. Einkaufen nur einzeln und mit Plastikhandschuhen, etc. etc. Wir buchten zweimal die Heimflüge um, Iberia cancelte sie alle. Am Schluss gelang die Flucht zu einem völlig überrissenen Preis mit Edelweiss.

Nachtrag dazu, 2. Mai 2020. Unterdessen sind zum Einkaufen auch Masken vorgeschrieben und man muss einen Kassenzettel vorweisen, wenn man angehalten wird. Und wehe, man hat nicht im nächstgelegenen Supermarkt eingekauft. Seit Anfang Mai dürfen Kinder für eine Stunde pro Tag nach draussen, sie waren also 7 Wochen lang eingesperrt. Und was hat es genützt? Spanien hat die sechsfachen Fallzahlen wie Deutschland.

Korrigieren Sie mich, wenn das keine Diktatur ist. Gut, temporär, werden Sie sagen. Mag sein, auf La Palma dauert das nun fünf Wochen an, und ein Ende ist nicht in Sicht. Am Anfang der Ausgangssperre hatte es gerade mal zwei Infizierte, Italiener aus Mailand, dann kam noch eine Spanierin aus Madrid dazu. Unterdessen sind es 800 Infizierte und fünf Tote, wobei uns niemand sagt, ob die an oder mit Corona gestorben sind. Ein Promille Infizierte also, die Insel hat 83’000 Einwohner. La Palma lebt zum Glück nicht nur vom Tourismus, sondern hauptsächlich von Bananen und nebenbei vom Wein. Traditionell gibt es etwa 20% Arbeitslose, die genauen Zahlen habe ich nicht, aber auf anderen kanarischen Inseln sind es mehr. Die Touristensaison dauert von Dezember bis März, jetzt ist Nachsaison. Keine Frage, was die Ausgangssperre trotzdem anrichtet. Auf Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote wird es übler sein, vor allem auf Lanzarote, welches praktisch ausschliesslich vom Tourismus lebt.

Diktator Pedro Sánchez? Ja. Er ist beileibe nicht der einzige. Die Kette endet bei Angela Merkel und dem Schweizer Bundesrat. Wie können es Regierungen verantworten, ganze Bevölkerungsgruppen ihrer Menschenrechte zu berauben und in den Ruin zu treiben? Sie können. Sieht man ja. Und das alles wegen einer schwachen Grippe. Ich erhole mich echt nicht.

Wir leben also gerade in einem totalitären Staat. Ich bin kein Jurist, aber ein paar Massnahmen des Bundesrates scheinen verfassungswidrig zu sein. (Nachtrag, 2. Mai 2020. Im Epidemiegesetz, Kapitel 5, Abschnitt 3, Artikel 41, wird der internationale Personenverkehr geregelt. Grenzschliessungen, wie z.B. in Kreuzlingen, sind nicht vorgesehen und daher gesetzeswidrig. Das dürfte auch im gesamten Schengenraum so sein. In Deutschland gibt es einen Pandemieplan. Mit den Maßnahmen der Pandemiepläne soll zum einen die Aufrechterhaltung wichtiger Infrastruktur sichergestellt, zum anderen die Ausbreitung des pandemischen Erregers gestoppt werden; dies ist dann der Fall, wenn ein Infizierter während seiner Infektionszeit im Durchschnitt weniger als eine Person ansteckt. Isso, Frau Merkel. Von einem Viertel steht da nichts. Könnte es sein, dass Ihnen das Ganze aus dem Ruder gelaufen ist?) (Noch ein Nachtrag, 7. Mai 2020, apropos der Einleitung dieses Absatzes: Corona und der Verfassungsbruch). Wenn dem so ist, werden die dann auch für ihre Gesetzesverstösse bestraft? Wohl eher nicht. Macht ja jeder, von Portugal über Deutschland bis Russland und Amerika. Ausser die Japaner. Die halten sich an die Gesetze. Wofür sie von der westlichen Presse gehörig verteufelt werden. Und da scheint mir das Problem zu liegen, bei der Presse. Mal abgesehen von den Regierungsberatern. Zum Beispiel dem Robert-Koch-Institut. Welches sich nach wie vor weigert, die Infiziertenrate mit der Anzahl der Tests zu messen oder bekannt zu geben, wie viele mit und wie viele an Corona gestorben sind. Beide Zahlen würden nämlich die getroffenen Massnahmen grundlegend relativieren.

Die Presse mag absolute Zahlen. 100’000, 120’000, 150’000 usw. Und exponentielle Kurven. Möglichst noch mit einer verfälschten Skala, damit der Anstieg auch deutlich zu sehen ist. Um dann gegen alle Ignoranten aus Schweden und Japan zu schwadronieren. Wie gerade Herr Thomas Hahn vom Tagesanzeiger, der sich vor allem aufregt, weil Hotels als Krankenstationen gebraucht werden. Dass dieses sinnvoll sein könnte, um die Gefahr weiterer Infektionen in Spitälern zu vermeiden, kommt ihm nicht in den Sinn, und er sieht darin bereits eine Überlastung von Krankenhäusern. Ich bin überhaupt für ein Namensregister; Herr Hahn, Sie haben doch seinerzeit dies und das geschrieben, wie stehen Sie dazu? Herr Richter Ibrahimoglu (Name erfunden), Sie haben Herrn K. wegen Umsturzversuchs zu fünf Jahren verurteilt, was sagen Sie dazu? Das ist doch das Problem, diese Leute müssen für ihre Entscheide nicht gerade stehen, sondern sie können sich auf ihre Vorgesetzten berufen. Im Journalistenfall auf ihren Redaktor.

Genug des Geschwafels. Langsam kippt die Stimmung, nicht nur hierzulande. Ich frage mich schon, wie die Experten, Journalisten und Minister sich herausreden wollen. In der Informatik gibt es die fünf Projektphasen: Enthusiasmus – Ernüchterung – Verwirrung – Suche der Schuldigen – Belohnung der Unbeteiligten. Im Moment stehen wir am Ende der Ernüchterung und vor der Verwirrung. Ob die Schuldigen dann die WHO, das RKI, Herr Drosten, Herr Spahn, unser armer Herr Koch oder wer auch immer sein werden, bleibt offen. Als Unbeteiligte empfehle ich das Krankenhauspersonal, die Supermarkt-Kassiererinnen und die Floristen.

Noch ein Nachtrag, 13. Mai 2020.
Ich habe die Entwicklung der letzten 3 Wochen seit meinem letzten Update gespannt beobachtet. Der Viren-Wahn klingt ab, die Rückzugsgefechte und Ablenkungsmanöver fangen an. Es gibt scheinbar eine neue Seuche, die Verschwörungstheorien. Nicht nur diejenigen Trumps. Wer derzeit in Deutschland demonstriert, wird automatisch der Komplizenschaft mit rechtsextremen Verschwörungstheoretikern bezichtigt. Auch wenn er oder sie gegen Bill Gates‘ Impfwahnsinn demonstriert, welcher keine Verschwörungstheorie, sondern eine belegte Tatsache ist.

Interessant auch, dass Statistiken bereits an der Quelle gefälscht werden, vergleichen Sie dazu die Pressemitteilung der Destatis vom 8. Mai. Die veröffentlichte Statistik zeigt eine klare Untersterblichkeit bis Mitte März, wird aber benutzt, um ab dann auf eine Übersterblichkeit im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie hinzudeuten. Das ist möglich, aber aufgrund der sinkenden Infektionszahlen eher unwahrscheinlich. Es müsste dafür also einen anderen Grund, aber vermutlich immer noch im Zusammenhang mit Covid-19 geben. Es ist ein interessantes Phänomen. Auch das Bundesamt für Statistik weist diesen seltsamen Anstieg aus. Danach gab es in der Altersgruppe 65+ in den Kalenderwochen 12-16 eine deutliche Übersterblichkeit in der Schweiz. Bis zur KW 12 hielt sich die Sterblichkeit an der unteren Grenze des Erwartungswertes und unterschritt diese sogar teilweise. Eigentlich sollte die (grippebedingte) Sterblichkeit danach stetig zurückgehen, stieg jedoch an, viel mehr als in Deutschland. Nun wissen wir, dass die Schweizer Übersterblichkeit aus der französisch- und italienischsprachigen Schweiz herrührt. Dass Coronaviren sprachbegabt sind, schliesse ich aus. Ärzte sind eher sprachbegabt, ziehen es aber vor, in ihrer Muttersprache zu lesen. Möglicherweise über Behandlungsmethoden von Covid-19?

Auch die Euromomo-Zahlen zeigen dieselbe Tendenz. In gewissen Ländern (Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, Niederlande, England und anderen) gab es in den Kalenderwochen 12-16 einen massiven Anstieg und gleich darauf wieder einen massiven Abfall, mit extremen Höhepunkten in den KW 14 oder 15 (30. März bis 12. April). Ausser in England sind die Zahlen bis KW 17 wieder aufs ‚Normalmass‘ zurückgefallen, Solche Spitzen sind in den Vorjahren nicht vorgekommen. Eine Erklärung dafür hat bisher niemand geliefert. Immerhin kann ich feststellen, dass in den meisten dieser Länder bereits seit mindestens zwei Wochen eine massive Quarantäne bestand. In anderen europäischen Ländern tritt dieser Effekt nicht auf, insbesondere in Deutschland nicht. Von einem Virus würde ich schon erwarten, dass es die Bevölkerungen gleichmässig befällt. Ist aber offensichtlich nicht der Fall, und seine Opfer sind vorzugsweise in ganz bestimmten Ländern, jenen mit den restriktivsten Massnahmen, gleichzeitig mit den höchsten Fallzahlen, und in Kalenderwoche 14 und 15 gestorben. Kann es sein, dass Covid-19 zeitliche und geographische Präferenzen hat und sich über Massnahmen mokiert?

Ein sehr seltsames Phänomen, wirklich. Ich kenne tatsächlich jemanden, der (ziemlich sicher) Covid-19 hatte. Er ist zwischen 50 und 60, hatte Geruchsstörungen und etwa 3 Wochen lang Fieber um 37-38°, dann kamen Brustschmerzen hinzu und am Ende zwei schlaflose Nächte mit Schüttelfrost. Er hat mich gefragt, weshalb denn meiner Meinung nach die Leute in Italien und Spanien an Covid sterben, aber in Deutschland nicht. Meine Antwort war, dass das etwas mit dem Gesundheitssystem zu tun haben müsse, was genau das sein sollte, konnte ich nicht sagen. Ich erwähnte, dass z.B. in Italien niemand gerne ins Spital geht, weil dort das Sterberisiko aus verschiedenen Gründen viel höher ist als zu Hause. Ich war selber in England im Spital, und ehrlich gesagt möchte ich viel lieber in der Schweiz krank sein.

Ich bin zugegebenermassen voreingenommen, weil mein Vater nach einem leichten Herzinfarkt am ‚Spitalkäfer‘ (einer nosokomialen Infektion) starb. Auch bei meiner Mutter war selbiges nicht auszuschliessen. Nur, sie waren beide um die 90 und ihre Zeit war gekommen. Nach allem Abwägen vermute ich nun, dass gerade in dieser Zeit und in diesen Ländern und aufgrund der allgemeinen Hysterie die Patienten zu Tode therapiert wurden, und zwar mit Antibiotika und Virostatika, und zusätzlich mit Intubationen. Eine andere Erklärung kann ich beim besten Willen nicht finden, auch wenn ich ab sofort als Verschwörungstheoretiker dastehen werde.

Sehen sie sich das Interview mit Claus Köhnlein genau an, und zwar ab ca. 17:30 bis ca. 21:00, insbesondere die italienische Statistik um 20:30. Zum Thema habe ich ein Dokument aufgespürt, nämlich das Vademecum per la cura delle persone con malattia da COVI-19, welches präzise beschreibt, wie in der Lombardei Covid-Patienten je nach Symptomen und Altersgruppen behandelt werden sollen. Am Schluss wird eine auf Tocilizumab basierende Behandlung empfohlen. Das Vademecum ist vom 13. März. Zwei Wochen danach ging die Übersterblichkeit los und erreichte in KW 14 ihren Höhepunkt, wie auch in allen anderen betroffenen Ländern inklusive Schweden und Schweiz. Einzig in England war der Höhepunkt in KW 15. Dort geht scheinbar das Sterben weiter, in den anderen Ländern habe sie vermutlich gemerkt, dass etwas falsch lief. Die aktuellen Zahlen aus den USA lassen mich vermuten, dass dort immer noch ‚therapiert‘ wird. Auch die Schwedischen Sterberaten deuten darauf hin, dass dort neuerdings etwas in der Art im Gange ist.